Historische Bierkeller um Bamberg als Webmap

Mitten im Schneetreiben ist es durchaus erfreulich, an ein sommerliches Thema zu denken. Und was wäre da für den Raum um Bamberg typischer als die bewirtschafteten Bierkeller. Die vorliegende Webmap zeigt (fast) alle ehemaligen und heutigen „echten“ Bierkeller, also Bierlagerkeller von Brauereien, auf denen in der Vergangenheit im Sommer das eigene Bier ausgeschenkt wurde und in einigen Fällen auch noch wird.

Update (13.1.2010): Ich habe die Webmap jetzt auf eine eigene Seite gelegt, damit das Laden der Startseite nicht so lange dauert. Außerdem sind jetzt beim Anklicken des Symbols Infos und häufig Fotos des Kellers oder seiner Reste zu sehen, von mir oder von Winfried Gunzelmann stammen.

Ich habe zu diesem Thema in den letzten beiden Jahren einige Vorträge gehalten. In der Zeitschrift „Siedlungsforschung: Archäologie – Geschichte – Geographie“ Band 27/2009 soll ein Beitrag mit dem Titel „Bierlandschaft Bayern: Keller als historische Orte des Konsums“ von mir erscheinen, der das Thema in historisch-geographischer Sicht grundsätzlich und bayernweit behandelt. Dann wird es auch Karten geben, die die Situation in ganz Bayern zeigen.

Da die Quellenlage zum Thema Bierkeller recht diffizil ist, fehlt mir in manchen Regionen Bayerns noch so einiges an historischen Standorten. Für Hinweise bin daher immer dankbar.

Beitrag von der Tagung „Historische Kulturlandschaft und Denkmalpflege“ verfügbar

Der Arbeitskreis Theorie und Lehre in der Denkmalpflege e.V. (der Verband der Hochschullehrer für Denkmalpflege) veranstaltete seine jährliche Arbeitstagung 2009 zum Thema „Historische Kulturlandschaft und Denkmalpflege“ vom 29. September bis 3. Oktober 2009 in Bamberg. Nun ist der gut ausgestattete Tagungsband, herausgegeben von Birgit Franz und Achim Hubel, erschienen. (Historische Kulturlandschaft und Denkmalpflege: Definiton, Abgrenzung, Bewertung, Elemente, Umgang. Holzminden 2010 (=Veröffentlichungen des Arbeitskreis Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V. 19). Ich danke Frau Prof. Franz für die Online-Freigabe meines Vortrags „Abgrenzungen II: Historische Kulturlandschaft – Denkmallandschaft“, der sich mit den beiden immer wieder diskutierten Begriffen und ihren durchaus changierenden Inhalten befasst.

Führung im Rahmen der Kronacher Denkmalwoche

Die Stadt Kronach und die Bürgerstiftung „Historisches Kronach“ veranstalten zum Tag des Offenen Denkmals vom 6. bis 14. September 2010 eine „Kronacher Denkmal-Woche“. Dieser Tag steht heuer unter dem Motto „Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr“. Da bietet sich natürlich im Frankenwald und in Kronach des Thema Flößerei an. Ich werde daher am Mittwoch, 08.09.2010, 17.00 Uhr eine Führung unter dem Titel: Kronach als Flößerort. Spaziergang zu den baulichen und landschaftlichen Relikten der historischen Frankenwald-Flößerei durchführen. Treffpunkt ist der Marienplatz in der Mitte der Unterstadt Kronach. Die Führung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ich würde mich über zahlreiche Teilnehmer freuen.

Am Sonntag, dem 12.9., dem eigentlichen bundesweiten Denkmaltag beteiligen sich auch die Flößer in Friesen und Neuses mit einem Schauflößen.

Vortrag im Rahmen des Projektes „Höfer Waren 2010“

Im Rahmen eines EU-Projektes zum Thema „Lokale Produktion“ organisierte Kathrin Böhm den Workshop „Höfer Waren“  vom 24. bis 26. Mai 2010 im Gemeindehaus Höfen, Markt Rattelsdorf. Zu dieser Veranstaltung kamen die Frauen aus Höfen, Studenten aus Nürnberg und Künstler aus verschiedenen europäischen Ländern. Thema war in diesem Jahr „Lehm“. Dabei sollte einerseits versucht werden, frei an die Tradition der beiden ehemals in Höfen bestehenden Ziegelhütten anzuknüpfen, andererseits aber auch Verbindungen zu anderen europäischen Dörfern herzustellen, wo Ähnliches gemacht wird. Nähere Informationen gibt es unter myvillages.org. Ich durfte im Rahmen der Veranstaltung über die Geschichte von Höfen und seine Besonderheiten referieren. Die Folien des Vortrags gibt es hier zum Download. Dennoch fehlt nach wie vor eine fundierte Aufarbeitung der Ortsgeschichte Höfens, wie auch der meisten anderen Gemeindeteile von Rattelsdorf.

Unterrodach bekommt Prädikat „Flößerort“

Die Internationale Flößervereinigung will Dörfer und Städte offiziell als Flößerorte benennen, wenn dort in der Vergangenheit das Gewerbe der Flößerei eine wichtige Rolle spielte und wenn heute diese Tradition gepflegt wird. Unterrodach im Landkreis Kronach erhielt diesen Titel am 23.5.2010 durch den Präsidenten der Internationalen Flößervereinigung, Angel Portet i Boixareu, offiziell in einer Festveranstaltung verliehen. Was das historische Ortsbild und die noch ablesbaren historischen Dorfstrukturen betrifft, wird es wenige Orte in Deutschland geben, die diese Bedingungen besser erfüllen können. Dazu trägt auch das wirklich sehenswerte Flößermuseum im Dorf bei. Den kurzen Festvortrag zur Bedeutung Unterrodachs als Flößerdorf durfte ich halten. Er findet sich zum Download hier.