
Auch wenn heute der 1. April ist, so ist es nicht als Scherz gemeint. Nach 18 Jahren Einsatz von WordPress als Motor für meine Homepage habe ich meinen Webauftritt nun auf der Basis von Quarto
neu gestaltet und strukturiert.
Obwohl WordPress nach eigener Aussage einen großen Teil aller Websites weltweit antreibt, über zahlreiche „themes“ und Plugins verfügt, die Vieles möglich machen, so hat es doch auch Nachteile. Die zahlreichen Updates aller Bestandteile greifen nicht immer gut ineinander und die Abhängigkeit von einer Datenbank ist ebenfalls nicht immer ein Vorteil.
Der Hauptgrund für den Wechsel war aber meine persönliche Arbeitsweise, die sich in den letzten Jahren herausgebildet hat. Wissenschaftliche Aufsätze wie Präsentationen verfertige ich schon lange mit pandoc, einem Wunderwerkzeug für Textarbeiter, sowie mit der Kombination pandoc/reveal.js . Literaturdatenbanken liefert Jabref
auf der Basis von bibtex, die Formatierung von Literaturverzeichnissen und Fußnoten erfolgt über die CSL (Citation Style Language)
. Alle diese Werkzeuge sind Open Source und untereinander und mit anderen Programmen kombinierbar.
Das 2022 vorgestellte Quarto wendet sich vor allem an Statistiker, oder wie man heute sagt, an „Data Scientists“, da es Live-Berechungen und -Diagramme in Webseiten auf der Basis verschiedener Programmiersprachen möglich macht.
Es ist aber auch für Geisteswissenschaftler sehr gut einsetzbar, da es auf pandoc aufsetzt und diese Grundlage in vielen Bereichen sinnvoll erweitert. Wenn man schon Aufsätze und Präsentationen mit diesem Tool erstellt, fragt man sich irgendwann, warum man nicht auch die Website damit baut, vor allem, wenn man dort ohnehin die mit Quarto erarbeiteten Vorträge, Aufsätze etc. publiziert. So greift alles mit weit weniger Brüchen als mit WordPress ineinander.
Diesen Umstieg habe ich auch für das „Ausmisten“ genutzt. Viele ältere Beiträge habe ich nicht mehr umgestellt. Ich überlege, von Zeit zu Zeit noch Aufhebenswertes nachzuschieben.
Ansonsten finden sich ältere Versionen der Seite thomas-gunzelmann.net auf der WaybackMachine.
P.S. Für die Kommentarfunktion von WordPress habe ich noch keinen Ersatz gefunden, der ohne Anmeldung von mir oder den Kommentierenden bei Github auskommt. Bis eine Lösung erarbeitet ist, scheue man sich nicht, per Mail zu kommentieren (Icon ganz unten rechts).
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